Bei der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda betonte der Vorsitzende Bischof Heiner Wilmer: „Wir können Frankreich nicht kopieren. (…) Aber ich glaube schon, dass wir von Frankreich lernen können.“ In Frankreich ist ein Zustrom junger Menschen zur katholischen Kirche sowie ein starker Anstieg der (Erwachsenen‑) Taufen und Firmungen zu verzeichnen. Dies ist auch eine gute Nachricht für Deutschland, auch wenn die Herausforderungen anders sind. Dafür gibt es hier andere mutmachende Zeichen. Allerdings braucht dies auch Mut zu Veränderungen.
In der letzten Woche beschäftigte sich die Deutsche Bischofskonferenz im Rahmen ihrer Herbst-Vollversammlung in Fulda bei einem Studientag mit dem Thema Künstliche Intelligenz und der Enzyklika „Magnifica Humanitas“ von Papst Leo XIV. Dabei wurde deutlich: „KI wird die Kirche verändern“ (Bischof Heiner Wilmer), ob sie will oder nicht. Denn sie ist bereits mittendrin.
Die Debatte um ein „Social-Media“-Verbot für Minderjährige hat zuletzt an Fahrt aufgenommen, da Bundesfamilienministerin Karin Prien ihre Forderung nach einer Altersgrenze für soziale Medien bekräftigt und ein „Sofortprogramm“ angekündigt hat. Aber sind Verbote wirklich eine nachhaltige Lösung? Der Deutsche Ethikrat äußerte Bedenken, ebenso wie Vertreter:innen der evangelischen und katholischen Kirchen. Und ein Modellversuch in Australien bekräftigt diese.
Demokratien brauchen Orte, an denen unterschiedliche Positionen respektvoll aufeinandertreffen. Medien schaffen solche Orte und ermöglichen zudem Kontrolle, Transparenz und einen öffentlichen Diskurs. Dafür setzt sich die Kampagne „Demokratie braucht viele Stimmen“ ein und betont: „Künstliche Intelligenz unterstützt Menschen – aber ersetzt nicht die Verantwortung.“ Diese liege mehr denn je bei den Journalist:innen.
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erschütterte vor einer Woche das politische System in Deutschland. Die Kirchen reagierten schnell und mit einer seltenen Einmütigkeit und Klarheit. Dabei wurde deutlich: Aufgeben ist keine Option. Denn es steht zu viel auf dem Spiel. Und die Kirchen werden dabei einen wichtigen Beitrag leisten müssen.
„Ich war verwundert, warum in der Nacht noch Licht in der Kirche brennt, und daher bin ich hereingekommen. Dass Kirche so etwas anbietet, hat mich positiv überrascht.“ Diese Worte stammen von der Teilnehmerin bei einer Nacht der offenen Kirchen in Bochum. Gestern fand dort eine Neuauflage der Kirchennacht unter dem Motto „Gemeinsam in Vielfalt“ statt. Dabei wurde deutlich: Kirche(n) sollten stets offen, manchmal überraschend, aber immer einladend sein.
In dieser Woche kam die Nachricht, dass die erste Sitzung des „Synodalen Ausschusses“ im November abgesagt wird, da noch keine „recognitio“ aus Rom vorliegt. Von Mitgliedern der bisherigen Synodalversammlung und Verbänden wird dies als Rückschritt angesehen. (Kirchen‑) Reformen sind aktuell dringender, denn je. Doch kann manchmal auch die Tugend der Geduld der bessere Weg bei Verhandlungen mit dem Vatikan sein?
Nervenkitzel im Riesenrad, der Duft von gebrannten Mandeln, dröhnende Musik und blinkende Lichterketten: Für die meisten Menschen ist die Kirmes ein Sinnbild purer, weltlicher Unterhaltungskultur. Ein Ort des Konsums und der Zerstreuung. Doch wer den Blick hinter die bunten Fassaden der Fahrgeschäfte richtet, stößt auf ein überraschendes Phänomen: Ausgerechnet dort, wo man es am wenigsten vermutet, schlägt das Herz kirchlicher Tradition oft kräftiger und lebendiger als in manch entleerter Pfarrkirche. Aber: Wie viel Kirchweih steckt noch in der Kirmes?
Die Bilder gingen um die Welt und bewegten das Land: Ein Meeressäuger verfängt sich in der deutschen Ostsee. Medien berichteten Tag für Tag live, eine Nation litt mit. Doch statt sachlicher Debatten über marinen Tierschutz und bürokratische Hürden erleben wir in Deutschland mal wieder eine skurrile Überhöhung. War der Medienhype um Buckelwal Timmy gerechtfertigt?
Frisch im Streaming erschienen ist der Kinofilm „Disclosure Day: Tag der Wahrheit“. Regisseur Steven Spielberg stellt dabei die Frage, ob die Menschheit bereit wäre, die „Wahrheit“ über UFO-Sichtungen und Besuche von Außerirdischen auf der Erde zu akzeptieren. Abseits von Science-Fiction greift der Film aber auch religiöse Fragen auf.