Synodaler Weg: Ist das Glas halb voll oder halb leer?

**Fazit: Das Glas ist voller als gedacht, aber auch anders als gedacht.

**Die letzte Synodalversammlung endete am 31. Januar in Stuttgart sowohl mit Hoffnungen („Kirchengeschichte“) als auch mit Enttäuschungen („strukturelle Änderungen sind gescheitert“) zugleich. Somit ist das Glas auch mit Beiden zugleich gefüllt. Entscheidend wird sein, ob alle Beteiligten den Mut und die Kraft haben, die Reformen vor Ort umzusetzen. Der Gegenwind aus Rom scheint sich – nicht zuletzt durch die Ergebnisse der Weltsynode – zu drehen. Ob es ein Rückenwind werden wird, ist noch ungewiss. **

Aber eins scheint sich schon jetzt abzuzeichnen: Ein „Zurück“, insbesondere bei der Frage der Synodalität der Kirche, wird es nicht mehr geben, auch nicht im Vatikan. Das ist gut, denn es gibt noch viel zu tun, damit die Beschlüsse des Synodalen Weges und die bisher erfolgten „Trippelschritte“ kein Strohfeuer bleiben. „Nichts ist so beständig, wie der Wandel“, schrieb einst Heraklit. Und der Wandel in der katholischen Kirche in Deutschland ist erst ganz am Anfang. Aber er ist nicht allein, und auch das zeigt:

Das Glas ist voller als gedacht, aber auch anders als gedacht.

Hinweis: Interviews zur 6. Synodalversammlung und Artikel zum Thema „Synodale Kirche“ gibt es in unserem Partnerportal explizit.net: https://explizit.net/monatsthema/.

Christian Schnaubelt, Chefredakteur und Herausgeber der Portale explizit.net und kath.de, hat alle Synodalversammlungen des Synodalen Weges als Journalist begleitet.