kath.de – Die Woche

Ächtung der Todesstrafe

Papst Franziskus hat die Todesstrafe verurteilt. Außerdem hat er die entsprechende Passage im Katechismus ändern lassen. Experten hoffen auf eine weltweite Signalwirkung dieser Ächtung.

Die ausnahmslose Ablehnung der Todesstrafe ist seit vergangenem Donnerstag im Katechismus festgeschrieben. In einer Änderung durch Johannes Paul II. im Jahr 1995 war die noch in auswegslosen Fällen gerechtfertigt, nämlich „um das Leben von Menschen wirksam gegen einen ungerechten Angreifer zu verteidigen“.

Doch schon Johanns Paul II., wie auch sein Nachfolger Benedikt XVI. hatten für eine Abschaffung der Todesstrafe plädiert. Auch Franziskus hatte bereits zuvor die Todesstrafe als „unmenschlich, wie auch immer sie ausgeführt wird“ tituliert. Außerdem widerspreche sie dem Evangelium, da das Leben in den Augen des Schöpfers immer heilig ist. Die schriftliche Fixierung dieses Grundsatzes erfolgte in der Änderung des Artikels 2267.

Experten hoffen, die päpstliche Änderung werde weltweiten Anklang finden. Jedoch ist die Todesstrafe in vielen Ländern ein sehr kontroverses Thema, dabei ist fraglich ob die Änderung des Katechismus hier wirklich einen Ausschlag geben kann.

Dazu:

Katholische Kirche in Deutschland

Die Deutsche Bischofskonferenz hat ihre statistischen Daten für das Jahr 2017/18 veröffentlicht.

In der Broschüre „Katholische Kirche in Deutschland - Zahlen und Fakten 2017/18“ werden die Entwicklung der Zahlen des Jahres 2017 bis in das Jahr 2018 beschrieben. Außerdem wurden die Eckdaten der Bistümer, die bereits im Juli veröffentlicht wurden, noch einmal aufbereitet.

Die Broschüre soll auch das Gesamtbild der katholischen Kiche in Deutschland beschreiben und die Leistungen der Kirche würdigen. Kardinal Marx hebt dabei in seinem Vorwort die Vielfältigkeit kirchlichen Handelns hervor und betonnt, dass „Zahlen und Statistiken bei Weitem nicht alles abbilden, was das kirchliche Leben ausmacht“.

Ein besonderes Augenmerk richtet der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz auf die Arbeit der Ehrenamtlichen. Für Marx ist die Kirche in der Öffentlichkeit weiter gefragt. Jedoch möchte er bestehende Probleme nicht kleinreden, jedoch meint er, „die Zahlen überzeugen mit dem, was wir als Kirche für die Weitergabe des Glaubens, die Gesellschaft und die Welt leisten.“

Im Hinblick auf die Jugendsynode im kommenden Oktober bildet Jugend in der Kirche einen durch Papst Franziskus angeregten Schwerpunkt der Arbeitshilfe. Der Erzbischof von München und Freising forderte in seinem Vorwort daher auch, „Wir müssen als Kirche nicht nur über die Jugend reden, sondern auch etwas für sie tun.“

Dazu:

Missbrauchskommission in den USA

Die Missbrauchsvorwürfe sowie der niederschmetternde Missbrauchsbericht hat die USA erschüttert, vorallem der Fall von Kardinal McCarrick verlangt nach schärferen Kontroll- und Untersuchungsmechanismen.

Der Erzbischof von Washingtion, Kardinal Donald Wuerl hatte daher vorgeschlage,n eine bischöfliche Unterssuchungskommission ins Leben zu rufen, die Gerüchten und Anschuldigungen nachgeht und ihre Ergebnisse nach Rom meldet. Der Bischof von Albany, Edward Scharfenberger, fordert eine von Laien geführte Untersuchungskommission. „Wir haben den Punkt erreicht, wo es nicht die Antwort ist, wenn Bischöfe bei Bischöfen nachforschen“, so Scharfenberger.

Grund für den Wunsch nach mehr Überwachung ist vor allem der Fall von Kardinal McCarrick. Dieser soll sowohl erwachsene Seminaristen, als auch Jugendliche missbraucht haben. Außerdem war eine Unteruchungskommission in sechs Diözesen Pennsylvanias Missbrauchfällen nachgegangen. Der resultierende Bericht war Ende Juli in redigierter Version freigegeben worden. Die vollständige Veröffentlichung wird nächste Woche erwartet. Darin sind Missbrauchsfälle aus mehr als 70 Jahren dokumentiert.

Dazu:

Maßnahmen in Chile

Angesichts der Missbrauchfälle in Chile haben die Bischöfe vergangene Woche Maßnahmen erarbeitet, die für Transparenz, Gerechtigkeit und Entschädigung der Opfer sorgen sollen.

Der Vorsitzende der chilenischen Bischofskonferenz, Monsignore Santiago Silva, verlas zusammen mit dem Generalsekretär, Monsignore Fernando Ramos, die Erklärung der 116. Außerordentlichen Versammlung. An der Versammlung hatten neben den Bischöfen auch Pfarrvikare, Vertreter der Ordensgemeinschaften, Diakonen, Mitarbeit der Diözesen und Laien teilgenommen. Erklärtes Ziel der Versammlung war die Analyse der aktuellen Situation der chilenischen Kirche. Anhand dieser Analyse sollten Richtlinien und Maßnahmen erstellt werden, die sich in den Diözesen umsetzen lassen.

Die Bischöfe gaben in ihrer Erklärung zu, ihre Hirtenpflicht vernachlässigt zu haben, „Unsere Fehler und Versäumnisse haben Schmerz und Ratlosigkeit verursacht; sie haben die kirchliche Gemeinschaft geschädigt, Bekehrung erschwert und Hoffnung vernichtet“. Als Maßnahmen wurde die enge Zusammenarbeit mit der Justiz, sowie der Schutz der Opfer bekannt gegeben. Außerdem sollen auch frühere Untersuchungen über sexuellen Missbrauch veröffentlicht werden. Die Bischöfe bestätigten auch die Kompetenzen des nationalen Rates für Prävention von Missbrauch. Die Namen von verurteilten Priestern wurden auf der Website des Rates veröffentlicht.

Dazu:


Der kath.de-Wochenkommentar

Verspätung und Stau – die CSU-Verkehrsminister

von

Ob Auto oder Bahn, wer in Deutschland unterwegs ist, kommt nicht mehr verlässlich an. Das zuständige Ministerium ist seit mehreren Regierungen in der Hand der CSU. Wie in anderen Politikfeldern fehlt der weite Blick.

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