Symbole&Kirchenraum

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Autor: Eckhard Bieger S.J.
© www.kath.de
Umsetzung:
B. Richter nach Vorlage von R. Jouaux


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Himmelssymbolik



In der Zeit der Verfolgung trafen sich die Christen in Privathäusern. Dann wählten sie die städtische Versammlungshalle, die Basilika, zu ihrem Treffpunkt. Kaiser Konstantin baute ihnen die Lateranbasilika, eine der Papstkirchen Roms. Eine theologisch begründete Idee für den Kirchbau wurde anfangs für nicht notwendig gehalten, denn die Kirche war die Versammlung der Gläubigen. "Ekklesia", das griechische Wort für Kirche, bedeutet "die Herausgerufenen". So beginnt der 1. Korintherbrief: "Paulus, durch Gottes Willen berufener Apostel Jesu Christi, und der Bruder Sosthenes an die Kirche Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, berufen als Heilige mit allen, die den Namen Jesu Christi, unseres Herrn, überall anrufen." Eine Besonderheit hat die Basilika. Sie hat eine flache Decke, jedoch ist die Apsis überwölbt. Wer unter der Wölbung sitzt, hat eine vom Himmel gegebene Autorität. Je mehr das Christentum zu einer tragenden gesellschaftlichen Kraft wurde, desto bedeutsamer wurden seine Bauten. Die Hagia Sophia, die Kirche der heiligen Weisheit in Konstantinopel, hat bereits eine große Kuppel. Vorbild für den Kuppelbau war das Pantheon in Rom, ein Verehrungsort für "alle Götter" von griechisch "pan" für "alle" und Theos - Gott. Hier war bereits die Himmelssymbolik in der Kuppel das vorherrschende Motiv für ein religiöses Bauwerk.
Das Gewölbe wird zur Himmelssymbolik sowohl der Kirchen im oströmischen Reich, im Westen variieren Romanik, Gotik und Barock dieses Thema. Die Romanik baut über der Vierung eine Kuppel. Gotik und Romanik malen die Gewölbe blau aus und setzen Sterne in den gemalten Himmel. Der Barock gewährt einen Blick in die himmlische Welt.
Die Vorbauten geleiten den Eintretenden von der irdischen Welt in die himmlische. Romanische und gotische Kirche haben im Tympanon über dem Westportal das Letzte Gericht, d.h., wer in die Kirche eintritt, ist bereits durch das Gericht gegangen und damit im Himmel.
Wer sich unter dem Himmel versammelt, ist im Raum Gottes angekommen und gewinnt Zugang zu Gott. Dabei bleibt der Beter noch auf der Erde, während die Heiligen erhöht sind, sie stehen in halber Höhe an den Säulen oder werden auf barocken Deckengemälden bei ihrem Einzug in den Himmel gezeigt.

 

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