Medien und Öffentlichkeit

Radio Vatikan

„Die Stimme des Papstes und der Weltkirche“

 Zur Geschichte
Radio Vatikan wurde 1931 unter Papst Pius XI. ins Leben gerufen. Der italienische Radiopionier Guglielmo Marconistand für die Neugründung Pate. Dieser internationale Hörfunksenders wurde dem Jesuitenorden übertragen, der Radio Vatikan heute noch leitet. Ziel war es, Ereignisse rund um Papst und Kurie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ebenso prägten weltkirchliche Themen von Anbeginn an das Sendeprogramm des Papstsenders.
Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Friedensbotschaften Papst Pius XII. über Radio Vatikan in alle Welt übertragen. Noch in den Nachkriegsjahren sendete Radio Vatikan Vermisstenmeldungen rund um den Globus.
Zur Zeit der Mauer des Schweigens im Kalten Krieg erweiterte Radio Vatikan sein Sendeprogramm um zahlreiche osteuropäische Sprachen.
Eine Rarität unter den Mittschnitten von Radio Vatikan stellen die Aufzeichnungen der Beratungen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) dar, die bis heute im vatikanischen Archiv ruhen.
Mit der Visite Papst Paul VI. im Heiligen Land begann 1964 die Ära der reisenden Päpste. 1979 tätigte Papst Johannes Paul II. seine erste Auslandsreise nach Mexiko. Radio Vatikan begleitete ihn auf seine mehr als 100 Auslandsbesuche.

Radio Vatikan heute
Aktuell arbeiten fast 400 Hörfunkredakteure, Techniker, Verwaltungsangestellte plus Hauspersonal festangestellt im Redaktionszentrum an der Piazza Pia 3 in unmittelbarer Nähe zum Vatikan.Der Großteil der Beschäftigten von Radio Vatikan sind Laien. Das Haus ist in 40 Abteilungen unterteilt, die angestellten Redakteure stammen aus 60 verschiedenen Nationen. Radio Vatikan sendet in 45 Sprachen.

Die deutschsprachige Abteilung
Für das deutschsprachige Programm arbeiten fünf festangestellte Redakteureaus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hinzu kommen freie Mitarbeiter in Rom, Auslandskorrespondenten in freier Mitarbeit, sowie ein Praktikant.

Das Sendeprogramm
Insgesamt produziert Radio Vatikan 60 Sendestunden pro Tag, die über Mittel- und Kurzwelle weltweit ausgestrahlt werden. Auf 30 verschiedenen Sprachen ist Radio Vatikan als Podcast abrufbar.
In der deutschsprachigen Abteilung werden täglich zwei Sendungen produziert. Dabei handelt es sich um die 15-minütige Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“, die um 16 Uhr ausgestrahlt wird und eine 19-minütige Magazinsendung zur Abendzeit mit wechselnden Schwerpunktbereichen. Die aktuellen Inhalte der Nachrichtensendung werden täglich in Form eines kostenfreien Newsletters derzeit an rund  12.000 Abonnenten verschickt. Beide Sendeformate sind 24 Stunden als Podcast abrufbar.  Die einzelnen Beiträge können zudem über Twitter verfolgt werden.
Darüber hinaus kommentieren die Mitarbeiter von Radio Vatikan die Liveübertragungen von Großereignissen im Vatikan, wie Generalaudienzen, Papstmessen oder anderen Feierlichkeiten. Ausschnitte hieraus werden regelmäßig mit deutscher Überstimme auf Youtube bereitgestellt.
Einmal in der Woche stellt die Redaktion Nachrichten auf Latein zur Verfügung.

Die Sendetechnik
Die Antenne für die in Kurzwelle ausgestrahlten Programme wurdenursprünglich in den vatikanischen Gärten aufgerichtet. Seit 1957 befindet sich ein Großteil der Sendevorrichtungen auf vatikanischem Geländebei Santa Maria di Galeria außerhalb von Rom. Auf dem nördlich der Stadt gelegenenGrundstück stehen 36 Antennen und 20 Sendemasten für die weltweite Erreichbarkeit der Programme.

Die Finanzierung
Radio Vatikan wird als Einrichtung des Hl. Stuhles zum Großteil vom Vatikan selbst getragen. Jährlich bedeutet das eine Belastung von 20 Millionen Euro. Die deutschsprachige Abteilung bestreitet einen Teil ihrer Auslagen durch Fördermittel des „Freunde von Radio Vatikan e.V.“ und Spendengelder sowie eigene CD-Produktionen.

Die Homepage
Die offizielle Homepage von Radio Vatikan ist unter http://www.radiovaticana.org/index.html abrufbar.

Die deutschsprachige Redaktion ist unter http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/index.asp zu finden.

 

Stand: Januar 2011

Veronica Pohl



© www.kath.de

 

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