Das Liturgie Lexikon

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Autor: Eckhard Bieger S.J.
© www.kath.de
Umsetzung:
B. Richter nach Vorlage von R. Jouaux


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Akolyth
Albe
Amikt
Angelusläuten - Engel des Herrn
Antiphonale
Asche
Asperges
Aufbau der Messe
Becher
Benedictus
Benediktionale
Birett
Bischofsstab
Brevier
Brot und Wein
Chormantel
Ciborium auch Ziborium
Dalmatik
Die Eröffnung der Messe
Eucharistie
Evangeliar
Exsultet
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Kelch
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Knien, Kniebeuge
Kommunion
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Opfer
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Weihwasser
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Opfer



In den christlichen Kirchen werden keine Brandopfer mehr dargebracht, denn für die Christen gibt es ein letztes Opfer. Der Hebräerbrief sagt: "Christus ist nicht in ein von Menschenhand errichtetes Heiligtum hineingegangen, in ein Abbild des wirklichen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor Gottes Angesicht zu erscheinen; auch nicht, um sich selbst viele Male zu opfern, (denn er ist nicht) wie der Hohepriester, der jedes Jahr mit fremdem Blut in das Heiligtum hineingeht; ….. Und wie es dem Menschen bestimmt ist, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt, so wurde auch Christus ein einziges Mal geopfert, um die Sünden vieler hinwegzunehmen; beim zweiten Mal wird er nicht wegen der Sünden erscheinen, sondern um die zu retten, die ihn erwarten." (Kap. 24-25, 27-28)
Der Altar in den Kirchen ist daher kein Opferaltar, sondern hat sich aus dem Tisch entwickelt, von dem aus das gewandelte Brot und der gewandelte Wein verteilt werden. Die Messe oder die Abendmahlsfeier erinnern an das letzte Mahl, das Jesus mit den 12 Aposteln, die stellvertretend für die 12 Stämme Israels stehen, gefeiert hatte. In diesem Mahl hat er den Aposteln den Auftrag gegeben, dieses Mahl als Gedächtnismahl weiterzuführen. Jesus hat die Darreichung von Brot und Wein als Hinweis auf seinen Tod gedeutet, so dass er in dem Gedächtnismahl mit seinem Tod wie auch in seiner Auferstehung gegenwärtig wird. Es wird im Messopfer also nicht neu ein Opfer gefeiert - im Mittelalter gab es Tendenzen, die Messe so zu verstehen - sondern nur ein Gedächtnis an das Kreuzesopfer Jesu.

 

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