Das Liturgie Lexikon

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Autor: Eckhard Bieger S.J.
© www.kath.de
Umsetzung:
B. Richter nach Vorlage von R. Jouaux


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Akolyth
Albe
Amikt
Angelusläuten - Engel des Herrn
Antiphonale
Asche
Asperges
Aufbau der Messe
Becher
Benedictus
Benediktionale
Birett
Bischofsstab
Brevier
Brot und Wein
Chormantel
Ciborium auch Ziborium
Dalmatik
Die Eröffnung der Messe
Eucharistie
Evangeliar
Exsultet
Hochgebet
Hore
Hände aufgelegen
Kasel
Kelch
Klapper
Kleine Hore
Knien, Kniebeuge
Kommunion
Kommunionmeditation
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Leseordnung der ev. Kirche
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Talar
Te Deum
Terz
Tridentinischer Ritus
Vesper
Votiv- und Weihegaben
Wasser
Weihrauch
Weihwasser
Zeichen
Zingulum

 

 

Kleine Hore



Die kleinen Horen sind Teile des Stundengebets. Sie werden so genannt, weil sie kürzer, als die anderen Gebetszeiten sind. Sie sind nach der Zeit in der antiken Einteilung benannt, in der sie gebetet werden: Die Terz zur dritten (6:00 Uhr), die Sext zur sechsten (12:00 Uhr) und die Non zur neunten Stunde (15:00 Uhr).
Die Zeiten ergeben sich aus besonderen Anlässen:
Zur dritten Stunde erhielten die Apostel den Heiligen Geist und begann die Verkündigung der frohen Botschaft.
Die Sext ist das Mittagsgebet der Kirche
Zur neunten Stunde starb Christus am Kreuz. Deshalb wird zu der Stunde besonders der Toten gedacht.

Wer nicht zum monastischen Gebet verpflichtet ist, kann sich eine der drei Horen aussuchen, die er beten will.


Der Aufbau der drei Horen ist gleich:

Eröffnung
Hymnus
Psalm
Psalm
Psalm
Kurzlesung
Versikel
Oration
Entlassung

Die kleinen Horen haben, wie andere Teile des Stundengebetes, eine charakteristische Eröffnung: Der Vorbeter/ Priester beginnt:
Vorbeter: O Gott, komm mir zu Hilfe
Gemeinde: Herr, eile mir zu helfen
V: Ehre sei dem Vater und dem Sohne und des Heiligen Geiste. G: Wie es war im
G: Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit Amen. Halleluja.
Die Hymnen werden aus der christlichen Tradition ausgewählt und spiegeln den Schwerpunkt der jeweiligen Hore wider.
Aus dem Buch der Psalmen werden jeweils drei Psalmen ausgewählt oder ein längerer Psalm aufgeteilt. Neben den Psalmen für den jeweiligen Tag gibt es noch eine Ergänzungspsalmodie, die verwendet werden kann, wenn mehr als eine kleine Hore am Tag gebetet wird. Gerahmt werden die Psalmen durch <--a hfref="index.php?page=antiphon.php"-->Antiphonen<--/a-->, die den Grundgedanken der Gesänge aufgreifen und miteinander verbinden. Die Lesung ist kurz, einige Verse aus der den Prophetenbüchern des Alten Testaments. Auch sie unterscheidet sich, je nachdem, zu welcher Tageszeit gebetet wird. Auf die Lesung folgt ein Versikel, ein Doppelvers aus einem Psalm, dessen erste Hälfte vom Vorbeter und zweite Hälfte von der Gemeinde gebetet wird.
Die kleinen Horen enden mit der Entlassung:
Vorbeter: Singet Lob und Preis.
Gemeinde: Dank sei Gott, dem Herrn.

 

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