Zeitmanagement

Texte: Jutta Mügge
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Fotos: Marta Franeková


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1. Sorgfalt mit meiner Zeit
2. Werte - Kompass für mein Leben
3. Berufswahl und Werte
4. Werte bestimmen, was wichtig ist
5. Wichtiges vom Notwendigen unterscheiden
6. Neunzig Minuten am Tag für das Wichtige
7. 20:80 Das Pareto-Prinzip
8. Der Biorhythmus - Zeit für das Wichtige
9. Die wichtige Zeit störungsfrei halten
10. Zeitfallen der Charaktermuster
10a. Zeitfalle der Perfektionisten
10b. Zeitfalle der Helfer
10c. Zeitfalle der Erfolgreichen
10d. Zeitfalle der Besonderen
10e. Zeitfalle der Wissenden
10f. Zeitfalle der Loyalen
10g. Zeitfalle der Unterhaltsamen
10h. Zeitfalle der Einflussreichen
10i. Zeitfalle der Friedfertigen


2. Werte sind der Kompass für meine Zeit

Was in meinem Leben wichtig ist

Will ich mit meiner Zeit gut umgehen, brauche ich nicht nur eine gute Tagesstruktur und einen beständigen Tagesrhythmus. Ich brauche auch eine Vorstellung davon, was von dem, was ich tue, tatsächlich wichtig für mein Leben ist. Davon zu unterscheiden ist das, was ich tue weil der Alltag es erfordert. Das ist notwendig, aber nicht wichtig. Das Wichtige orientiert sich an meinem Lebensauftrag, meiner Berufung. Deshalb muss ich auch dafür eine bestimmte Zeit am Tag sicherstellen. Das ist gut gesagt, aber wie weiß ich denn, worin meine Berufung besteht? Wie komme ich zu dem, was meinen Lebensauftrag ausmacht, egal ob ich noch studiere, als Hausfrau und Mutter Kinder erziehe oder bereits in Rente bin?
Dabei können mir Werte helfen. Werte leiten mich in meinem Leben. Jeder von uns hat seine besonderen Wertvorstellungen, die ihm/ ihr wichtig sind. Werte steuern meine Entscheidungen. Werte bilden meist den Hintergrund für unsere berufliche Entscheidung. Sie sind das, auf was wir uns beziehen, wenn wir überhaupt Entscheidungen treffen. Wenn ich in Urlaub fahre, richtet sich mein Reiseziel daran aus, was ich in diesem Urlaub will, welche Werte ich dabei verwirklichen will. Will ich meinen Körper ertüchtigen, Baudenkmäler kennenlernen, mit anderen zusammen sein – je nach Vorstellung wähle ich Reiseziele und Unterbringung. Die Reisunternehmen haben sich auf diese unterschiedlichen Wertvorstellungen gut eingestellt und haben für fast alle Zielgruppen etwas anzubieten. Wer Ruhe und Strand haben will, verwirklicht andere Werte als diejenigen, die Städte und Kultur erleben oder sich sportlich betätigen wollen.
Wertvorstellungen sitzen tief in meinem Innern. Ich richte mich daran aus. Sie sind die Orientierung und der Kompass für mein Leben. Meine Lebenszeit ist dazu da, dass ich diese Wertvorstellungen Wirklichkeit werden lasse, z.B. indem ich eine bestimmte Ausbildung durchlaufe, mich für Kinder entscheide, meinen Bekanntenkreis auswähle.


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© Text: Jutta Mügge
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