Zeitmanagement

Texte: Jutta Mügge
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Fotos: Marta Franeková


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1. Sorgfalt mit meiner Zeit
2. Werte - Kompass für mein Leben
3. Berufswahl und Werte
4. Werte bestimmen, was wichtig ist
5. Wichtiges vom Notwendigen unterscheiden
6. Neunzig Minuten am Tag für das Wichtige
7. 20:80 Das Pareto-Prinzip
8. Der Biorhythmus - Zeit für das Wichtige
9. Die wichtige Zeit störungsfrei halten
10. Zeitfallen der Charaktermuster
10a. Zeitfalle der Perfektionisten
10b. Zeitfalle der Helfer
10c. Zeitfalle der Erfolgreichen
10d. Zeitfalle der Besonderen
10e. Zeitfalle der Wissenden
10f. Zeitfalle der Loyalen
10g. Zeitfalle der Unterhaltsamen
10h. Zeitfalle der Einflussreichen
10i. Zeitfalle der Friedfertigen


8. Der Biorhythmus bestimmt die Zeit für das Wichtige

Der Biorhythmus leitet sich von der Schlafkurve ab

Wenn wir unser Wichtiges herausgefunden haben, brauchen wir dafür nur 90 Minuten am Tag. Diese Zeit für das Wichtige sollten wir uns aber nicht irgendwann am Tag nehmen, sondern dann, wenn wir ausgeschlafen, fit und energiereich sind. Ob und wann wir das sind, hängt davon ab, welchen Schlafrhythmus wir haben, dieser nämlich bestimmt unseren Biorhythmus. Wer früh, also zwischen 22.00 und 23.00 schlafen geht, hat seine Tiefschlafphase direkt nach dem Einschlafen. Menschen mit diesem Rhythmus können gut und ausgeschlafen zwischen 6.00 und 7.00 aufstehen. Oft wachen sie von selbst auf, auch am Wochenende, wenn die Arbeit nicht unbedingt ruft. Diese Menschen können deshalb gut aufwachen und fühlen sind morgens schon richtig fit, weil sie die Tiefschlafphase in der ersten Nachthälfte haben. Das sind die Früh – Typen. Ihre beste Zeit liegt zwischen 7.30 – 10.00 und noch mal am Nachmittag zwischen 15.00 und 17.00. In dieser Zeit können sie sich mit den Dingen beschäftigen, die existentiell wichtig für ihre Berufung sind.
Aber es gibt auch einen anderen Schlaftyp. Dieser geht meist erst nach Mitternacht zu Bett und erreicht seine Tiefschlafphase erst gegen 3- 4.00 morgens. Es ist verständlich, dass diese Menschen dann um 6.00 oder 7.00 noch nicht so richtig ausgeschlafen sind. Sie müssen viel zu schnell aus dem Tiefschlaf aufsteigen und brauchen deshalb noch Anlaufzeit am Morgen. Das sind die Spät –Typen. Für diesen Menschentyp ist es sehr viel schwieriger, sich das Wichtige am Tag zu sichern, denn ihre gute Zeit liegt morgens zwischen 10.00 – 12.00 Uhr. Das aber ist eine Zeit, in der von außen mit vielen Störungen gerechnet werden muss. Sie haben auch noch eine gute Zeit am Nachmittag gegen 17.00 – 19.00 Uhr. Aber auch diese Zeit liegt so, dass die Gefahr groß ist, dass immer irgendwelche Besprechungen oder andere Aktivitäten genau diese Zeit blockieren. Deshalb brauchen die Spät-Typen meist mehr Disziplin als die Früh-Typen. Aber alle sind gefährdet, ihre gute und energiereiche Zeit nicht für das Wichtige zu nutzen, sondern mit Notwendigem oder sogar Überflüssigem zu vertun. Wovon das abhängt, dass sich die Einzelnen stören lassen, lässt sich an einer Typologie beschreiben.
PS. Biologisch hängt unsere Energie von dem Hormon Cortisol ab, das in der 2. Nachthälfte gebildet wird.


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© Text: Jutta Mügge
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