Reisen&Wandern

Inhaltsverzeichnis

Fernwandern - Tipps
Tipps - Abschätzung der Entfernungen
Tipps - Buchen der Unterkunft
Tipps - Schuhkauf
Tipps - Schuhauswahl für Rucksackwanderungen

Tipps - Schuhe schnüren
Tipps - Lederpflege

Tipps - Schwitzen in den Wanderschuhen
Tipps - Wanderschuhe und Blasen
Tipps - Gepäck
Tipps - Reiseapotheke
Tipps - Sonnenbrand
Tipps - Trinken
Jakobsweg Lahn-Camino
Übernachten auf dem Jakobsweg
Wandern-Essen-Abnehmen
Wandern in Frankreich

Wandern in Frankreich: Karten
Wandern in Frankreich-Unterbringung

Wandern in Frankreich


Mehr Möglichkeiten, als viele wissen

Franzosen fahren Fahrrad, so die Selbstdarstellung des Landes. Nicht nur die Tour de France vermittelt die Fahrradbeigeisterung der Franzosen, sondern man sieht auch auf den Landstraßen wie auf steilen Strecken Junge und Ältere, wie Rennfahrer gekleidet, sich abstrampeln. Die vielen Franzosen, die inzwischen wandern, fallen nicht so auf, denn sie sind abseits der Straßen auf Wanderwegen unterwegs. Die meisten Wanderer findet man auf dem Jakobsweg, den viele in Le Puy beginnen. Le Puy liegt oberhalb von Lyon und Saint Etienne und war im Mittelalter bereits Ausgangspunkt der am meisten frequentierten Strecke nach Santiago de Compostella. Der Weg läuft Richtung Südosten über die alte keltische Stadt Cahors am Fluß Lot bis Saint Jean Pied de Port am Fuß der Pyrenäen. Über diesen sehr schönen Weg ist viel geschrieben, weniger bekannt sind die anderen Weg ein Frankreich, die über hunderte Kilometer von Nord nach Süd oder quer durch das Land verlaufen.
Neben den Alpen sind der Weg über den französischen Jura, die Wege durch die Auvergne und die Cevennen von großem landschaftlichem Reiz. Da die Mittelgebirge in Frankreich teils höher sind, die Berge oft über 1000 m hoch, wird man durch eine Pflanzenwelt geführt, die in Deutschland nur in den Alpen zu finden sind: Gelber Enzian, Akelei, Narzissen, Orchideen, Lilien. Oft sieht man große Raubvögel kreisen, besonders den Roten Milan und den Wanderfalken.

Wegmarkierung
Die Wege, die quer durchs Land gehen, sind alle mit dem gleichen Wegzeichen markiert, ein querliegender weiß-rote Balken. Andres als in Deutschland hat also nicht jeder Wanderweg sein eigenes Zeichen, sondern wenn man in einer Stadt oder im Land auf ein rot-weißes Zeichen trifft, verläuft hier ein Fernwanderweg. Diese Fernwanderwege sind durchnumeriert. Sie heißen „Grande Randonnée (GR)“, la randonée ist die Wanderung, randonneur der Wanderer.

 

 

Neben den Weitwanderwegen gibt es die örtlichen Rundwege. Sie sind nur mit einem farbigen Querstrich gekennzeichnet. Zwischen den GR und Regionalwegen gibt es die gelb-rot bezeichneten GRP's, auf das Gebiet beschränkte längerer Wege, grande-radononnée pays. Die Markierungen werden von Mitgliedern der „Fédération francaise der la radononée pedestre, FFRP, vorgenommen und jeweils erneuert. In 1.600 örtlichen Vereinen organisiert sorgen etwa 6.000 freiwillige Helfer dafür, daß Wanderstrecken von etwa 180.000 km mit Wegmarkierungen versehen sind.

 

Sicherheit der Markierungen
Als Wanderer ist man darauf angewiesen, daß die Markierungen nicht gerade mitten im Wald fehlen, wenn mehrere Wege aufeinandertreffen. In den letzten Jahren hat sich die Qualität der Markierung, der Balisage, (von Boje, Leuchtfeuer) erheblich verbessert. Vor allem die Wege mit Zahlen unter 10 sind in der Markierung sicher.

Allerdings fehlen manchmal deutliche Zeichen gerade da, wo sich Wege kreuzen. Das Zeichensystem ist jedoch mehrfach gesichert, so daß man sich über den weiteren Verlauf des GR (grande randonée) orientieren kann. So ist meist der Weg, der nicht der richtige ist, durch ein weiß-rotes Kreuz gekennzeichnet.
Weiter finden sich auf den Wegstrecken selbst auch die weiß-roten Zeichen, so dass man in den Weg hineingehen und feststellen kann, ob man noch auf dem „richtigen Weg“ ist.

 

Eine weitere Hilfe ist vor einer Abzweigung der Hinweis auf eine Richtungsänderung.
Mit der Zeit entwickelt man den Blick dafür, wo sich die Wegmarkierungen finden und fühlt sich durch die rot-weißen Balken begleitet.

 

 

 

Zurück auf eine Landstraße: Die meisten Wanderstrecken führen nicht so in die Einsamkeit, daß man nicht leicht eine Straße erreichen könnte. Die meisten Straßen, die mit D und einer Zahl bezeichnet sind, (route departementale), sind nicht so befahren, daß man nicht auf ihnen gehen könnte. Allerdings genießt man es immer wieder, wenn man die geteerte Straße verlassen und auf einem Acker- oder Waldweg laufen kann. Nicht selten führt der Wanderweg auch über wenige Hundert Meter oder auch mal einen Kilometer über eine Landstraße.